Woche Nr. 4
Es ist bereits Halbzeit, und ich habe bisher nur einen
Bruchteil von dem erledigt, was ich in Wien vorhatte. Eine Verlängerung ist
definitiv erforderlich.
Die Verzeichnung der Personalakten der Volksoper Wien aus den 1990er Jahren habe ich mittlerweile abgeschlossen. Das Endergebnis umfasst 1146 einzeln verzeichnete Personalakten und 41 Archivkartons. Leider konnte ich das Ergebnis noch nicht komplett magazinieren, da mehr Kartons benötigt wurden, als der dafür vorgesehene Regalplatz hergibt. Daher müssen wir jetzt den Speicher ein wenig umräumen. Aber am Montag werde ich alles in den Speicher bringen können.
Anschließend habe ich mit dem Folgeprojekt im Zusammenhang
mit der Volksoper Wien begonnen. Eigentlich sollte das nicht meine Aufgabe
sein. Aber da ich mit den Personalakten 3-4 Tage früher fertig geworden bin, verzeichne
ich nun die Aufführungsunterlagen der Volksoper Wien. Dabei handelt es sich um Absprachen
und Verträgen zwischen Künstlern und der Volksoper sowie dienstliche Vorgänge zu
einem bestimmten Opern- oder Ballettwerk. Alle Unterlagen habe ich nun alphabetisch
nach den Werktiteln geordnet. Das war etwas knifflig, denn die Volksoper Wien, ähnlich
wie die Komische Oper Berlin, praktiziert deutschsprachige Aufführungen. Das
bedeutet, dass die Unterlagen zu "Nozze di Figaro, Le" im
Originaltitel in meiner Ordnung später unter dem Buchstaben "H" zu
finden sein werden - "Hochzeit des Figaro, die". Jede Akte wird dann
sachthematisch sortiert und chronologisch in der Amtsheftung geordnet. Die
Verzeichnungsangaben beinhalten den Werktitel, den Komponisten, die Regie od. den
Choreographen, die Laufzeit und ggf. Enthält-Vermerke.
Zwischendurch habe ich wieder kurz bei der Betreuung des Forschersaals
geholfen. Inzwischen konnte ich diese Aufgaben routiniert erledigen. Zudem habe
mir zwei Kollegen jeweils eine Führung durch ihre Bestände angeboten. Es ist
immer wieder überraschend, welche umfangreichen Bestände hier vorhanden sind.
Meisten handelt es sich um ministeriale Unterlagen, daher gehe ich hier nicht näher
ins Detail.
In der kommenden Woche steht eine große Veränderung an. Ich werde
die Abteilung wechseln. Wohin, werde ich im nächsten Bericht erzählen.
Am letzten Samstag fand die lange Nacht der Museen statt. Doch das war noch nicht genug. Am Sonntag bin ich ins Kunsthistorische Museum gegangen.

