Woche Nr. 2

Wie die Zeit vergeht… meine zweite Woche in Wien neigt sich langsam dem Ende zu.

Hauptsächlich habe ich die Arbeiten, mit denen ich in der vergangen Woche begonnen habe, fortgesetzt. Die Durchführung der Revision von Überlieferungen des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung konnte ich gemeinsam mit meinem Kollegen abschließen. Das hat deutlich länger gedauert, als wir geplant hatten. Aber lieber einmal langsam und richtig machen als zwanzigmal in Hektik alles falsch machen.

Die Verzeichnung der Personalakten der Volksoper Wien aus den 90ern schreitet langsam voran. Zumindest habe ich die gesamten Konvolute aus dem Speicher (= Magazin) ins Büro geholt. Plötzlich schient mein großes Büro nicht mehr ganz so groß zu sein. Ich musste sogar noch einen Aktenwagen als Zusatztisch hinstellen, um alles ausbreiten und neu sortieren zu können. Die Personalakten sind jetzt komplett alphabetisch geordnet und müssen nur noch verzeichnet werden.

Mein Kollege, mit dem ich sehr häufig zusammenarbeite, hatte den Forschersaaldienst in dieser Woche, und ich wollte diese Gelegenheit nutzen, den Forschersaal genauer anzuschauen. Ich hatte bereits gehört, dass der Forschersaal intensiv genutzt wird. Tatsächlich war der Saal gleich nach der Öffnung gut besucht. Und das Publikum war sehr international: Ich konnte mich kurz mit tschechischen, slowakischen, kroatischen, ungarischen, serbischen, französischen, italienisch-südtirolischen und israelischen Forschern unterhalten, natürlich auch mit deutschen und österreichischen. Aufgrund der ständigen Herausgabe und Rücknahme von Unterlagen kam ich schon ins Schwitzen, und dann stellten mir die internationalen Forscher auch noch ihre Fragen in Englisch! Mit meinem ausgezeichnet mangelhaften Englisch geriet ich echt ins Schleudern…

In der kommenden Woche werde ich mich weiterhin mit den Personalakten der Volksoper Wien beschäftigen. Und mein Kollege fragte mich heute, ob ich nächste Woche wieder den Forschersaaldienst mit ihm zusammen machen möchte. – Fortsetzung folgt.

Diese Woche habe ich endlich die Volksoper Wien besucht. Am letzten Sonntag war der Tag des Denkmals. Viele Museen und Institutionen waren an diesem Tag kostenfrei zugänglich.